Soziales
In Österreich haben im Vorjahr 336.000 Personen der Bevölkerung in absoluter Armutslage gelebt. Das zeigt eine Erhebung der Statistik Austria. Bei der Armutsgefährdung zeigt sich, dass das Burgenland deutlich unter dem Österreich-Schnitt liegt und die geringste Armutsgefährdung aller Bundesländer hat.
30.04.2025 12.09
Online seit heute, 12.09 Uhr
Wer über weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Nettohaushaltseinkommens der Gesamtbevölkerung verfügt, gilt in Österreich als armutsgefährdet. Bundesweit waren das im Vorjahr 14,3 Prozent der Bevölkerung. Deutlich unter diesem Wert lag das Burgenland mit einem Wert von 6,4 Prozent. Es weist damit die geringste Armutsgefährdung aller Bundesländer auf, am höchsten ist der Wert mit 23,9 Prozent in Wien – mehr dazu in news.ORF.at.
Höheres Einkommen, geringe Wohnkosten
Zehn Prozent der Bevölkerung in Österreich hatten im Vorjahr ein Jahreshaushaltseinkommen von weniger als 17.600 Euro – im Burgenland waren es hingegen rund 20.000 Euro. Im Vorteil waren die Burgenländerinnen und Burgenländer auch bei den jährlichen Wohnkosten, die niedriger waren, als im Bundesschnitt.
Einmal im Jahr auf Urlaub fahren, war im Vorjahr für 18 Prozent der befragten Burgenländerinnen und Burgenländer aus finanziellen Gründen nicht möglich (Österreich-Schnitt: 17 Prozent). Unerwartete Ausgaben zu tätigen, konnten sich 13 Prozent nicht leisten (Österreich-Schnitt: 21 Prozent).
Politik verweist auf gesetzte Maßnahmen
Soziallandesrat Leonhard Schneemann und Klubobmann Roland Fürst, beide SPÖ, sehen die niedrigere Armutsgefährdung im Burgenland als Zeichen dafür, dass die gesetzten sozialpolitischen Maßnahmen – wie Wärmepreis- und Mietpreisdeckel – bei den Menschen ankommen.
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